Mobility Training – mein Tipp für mehr Beweglichkeit und Kraft

Als Trailrunner läufst du Kilometer für Kilometer und sammelst Höhenmeter, wann immer du kannst. Auf deinem Trainingsprogramm stehen zusätzlich einmal pro Woche 15 min Stabitraining und 2 min Stretching nach einem Lauf. Du erlebst bei dir eine Steigerung, aber auch erste Wehwehchen machen sich schleichend bemerkbar.
Um Überlastungsbeschwerden vorzubeugen, möchte ich dir Tipps geben, wie du dein Training effektiver und abwechslungsreicher gestalten kannst. Du steigerst damit deine Beweglichkeit und baust Muskulatur auf.

Überlastungsbeschwerden wie Hüftschmerzen, das Schienbeinkantensyndrom (Shin Splints) oder Plantarsehenenprobleme können bei leistungsorientierten Athleten immer wieder auftreten.  So lernte ich vor 5 Jahren Mobility Training kennen. Aus meiner Leidenschaft für den Laufsport heraus motiviert, suchte ich nach Wegen mir selbst zu helfen. Ich wollte meine Probleme in den Griff  bekommen. Ein völlig neues Bild vom menschlichen Körper entstand für mich. Seitdem ist Mobility Training mein täglicher Begleiter.

Stretching versus Mobility

Wenn von Mobility Training die Rede ist, denken viele an Stretching oder Dehnen. Diese Methoden müssen voneinander getrennt werden.
Beide Techniken haben das Ziel den Bewegungsumfang eines oder mehrerer Gelenke zu vergrößern.

Stretching verändert in erster Linie durch passive mechanische Entwicklung das myofasziale Gewebe – also Bänder, Gelenkkapseln, Sehnen. Nach einer anstrengenden Belastung wie einem Wettkampf oder einem intensiven Training hat gewöhnliches Stretching absolut seine Berechtigung. Es wirkt entspannend und wird als angenehm wahrgenommen. Statisches starkes Dehnen vor einer Belastung sollte aber unbedingt vermieden werden, sonst wird die Verletzungsgefahr dadurch deutlich erhöht.
Im Mobility Training geht es immer um aktive Beweglichkeit, gezielten Krafteinsatz und optimale motorische Kontrolle durch rhythmische Bewegungsabläufe. Alle Übungen setzen eine Bewegung mit Muskelspannung und Muskelimpulsen voraus.
Es geht nicht um Gelenkigkeit, also Dehnpositionen möglichst lange zu halten oder ins Extreme auszuweiten.

Mobility bedeutet die Fähigkeit, den vollen Bewegungsumfang, den uns ein Gelenk bietet, auszureizen. Das Ziel ist das Gelenke durch Muskelkraft zu kontrollieren und das in jeder Situation und Position.

Einseitige Bewegungsformen machen immer steifer

Die meisten Menschen heutzutage nutzen nur noch 10% ihrer möglichen Gelenkwinkel. Sie bewegen sich einseitig oder zu wenig. Laufen ist super für unser Herz-Kreislaufsystem und dennoch eine einseitige Bewegungsform. Konsequenz ist, wir werden immer steifer.
Wir können unseren Körper immer weniger kontrollieren.
Dies führt zu Schmerzen und Verletzungen. Beispielsweise kann ein Umknicken beim Traillaufen viel leichter zu einem Bänderriss führen, wenn unsere Sprunggelenke zu unbeweglich und die umliegenden Strukturen zu schwach sind.

Mobility Training kann dir dabei helfen zu mehr aktiver Beweglichkeit zu gelangen und dich vor Verletzungen zu schützen.

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Klicke hier  und starte mit den ersten Übungen für die Hüfte.

Wenn Du mehr über Mobility Training auch für andere Körperbereiche erfahren möchtest, dann sei gespannt auf meine Videos in den nächsten Wochen.

Viel Spaß beim Ausprobieren,
Anke Friedl
Coach für Mobility und Running

 

Literaturempfehlung: „Mobility – Das große Handbuch“ von Patrick Meinart