18.04.2023

ABC der Trailrunning-Schuhe

Von SCARPA

Der perfekte Trailrunning-Schuh

Dein Trailrunning-Schuh ist nicht nur dein treuer Kamerad, sondern eine Art Outdoorversicherung, mit der du die Herausforderungen auf Kurz- oder Langdistanz sicher meisterst, egal, ob dein Trail felsig, matschig oder gar vereist ist. Gerade deswegen ist es wichtig, dass du den richtigen Schuh für dich findest. 

Im folgenden erfährst du, was einen Trailrunning-Schuh ausmacht und auf was du bei deiner Schuhwahl achten solltest. 

Wie du den richtigen Trailrunning-Schuh für dich findest?

Einen Trailrunning-Schuh, der pauschal für jeden Läufer und jedes Gelände passt gibt es nicht!

Denn wir alle sind zu unterschiedlich in unserem Können und unseren Zielen sowie in Form unserer Füße, unseren Vorlieben, Komfortempfinden und Gewohnheiten. Dein perfekter Trailrunning-Schuh ist der, der deinem Laufprofil entspricht. 

Stell dir bei der Suche folgende Fragen: 

1) Dein Können/Trainingsstand?

(z.B. Einsteiger, Genussläufer oder wettkampforientiert)

2) Deine Laufziele?

(z.B. Einstieg, gelegentliches Training oder intensive Wettkampfvorbereitung)

3) Dein Gelände?

(wo läufst du? z.B. gemischtes Terrain, steinig & felsig, weich & schlammig, Schnee & Eis)

4) Häufigkeit?

(wie oft läufst du?)

5) Distanz und Intensität?

(z.B. lang und gemütlich oder kurz, knackig und technisch?)

6) Deine anatomische und biomechanische Voraussetzungen?

Pronationstyp, Gewicht sowie dein Laufstil sind bei der Schuhwahl ebenso zu berücksichtigen.

Mit der Beantwortung dieser Fragen hast du die Richtung definiert, was dir wichtig ist und worauf es bei der Schuhwahl ankommt!

Lass dich dann am besten im Fachgeschäft beraten. Dort kannst du eine Laufanalyse machen und gleich mehrere Modelle ausprobieren und den Schuh aussuchen, der deinen Anforderungen am besten entspricht

Die wichtigsten Eigenschaften der Trailrunning-Schuhe auf einen Blick

Profilierte Außensohle: 

Form, Höhe und Abstand der Stollen variieren je nach Terrain bzw. Einsatzgebiet. Sind die Stollen z.B. hoch und relativ weit voneinander angeordnet platziert, dann ist dieser Schuh ideal im matschigen und weichen Terrain, weil Matsch und Schnee nicht an der Sohle haften. Je nach Terrain werden für die Außensohle verschiedenen Mischungen verwendet, z.B. eine weichere, gut haftende Mischung hat sich im nassen und rutschigen Gelände bewährt. Wie bei einem Winterreifen besteht die Außensohle eines Trailrunning-Schuhs oft aus verschiedenen Bereichen, um sowohl Grip als auch seitliche Stabilität zu gewährleisten.

Dämpfung: 

Das richtige Maß an Dämpfung hängt vom Terrain und von der Distanz ab. 

Durch viel Dämpfung hast Du viel Abstand zwischen Deinem Fuß und dem Trail und so verlierst Du das Gefühl für die spezifische Beschaffenheit des Trails und kannst dadurch sogar schneller umknicken. 

Mit wenig und keine Dämpfung spürst Du den Trail, die Nervenzellen an deinen Füßen leiten die Information ans Hirn weiter und somit kannst du präzise und direkt reagieren. Ein weiterer Vorteil: ohne oder mit wenig Dämpfung „müssen“ deine Füße mehr arbeiten und werden dadurch stärker. 

Wenn du ein Faible für kurze Distanzen und technisches Terrain hast, dann macht eine massive Dämpfung wenig Sinn. Setze lieber auf Sensibilität und Leichtfüßigkeit, um mit einem direkten Bodengefühl besser auf das wechselnde Terrain reagieren zu können.

Wenn du lange Ultra-Distanzen bevorzugst, dann solltest du hingegen nach mehr Dämpfung greifen und einen möglichst leichten und dennoch stabilen Schuh wählen, der dir dennoch ein akzeptables Gefühl für das Terrain gibt.

Sprengung: 

Die Sprengung ist die Differenz zwischen Ferse und Vorderfuß in mm. 

Mit welcher Sprengung du dich am besten fühlst, hängt stark von deinem Laufstil und Fitness ab. Ein Fersenläufer braucht in der Regel ein Schuh mit mehr Dämpfung hinten, also mit mehr Sprengung, ein Vorfußläufer hingegen braucht eine niedrige Sprengung. Eigentlich braucht unser Bewegungsapparat gar keine Sprengung, denn der Mensch ist ursprünglich ein Barfußläufer.

Schutz und Stabilität: 

Für Stabilität im Gelände ist ein guter Fersenhalt entscheidend, dieser verhindert das Umknicken und sorgt für eine kontrollierte Landung. Dieser hilft nicht nur Landungen besser zu kontrollieren, sondern auch das Umknicken zu verhindern. Um Schutz vor dem Umknicken zu gewährleisten, ist die Sohle unter der Ferse breiter geschnitten. Zusätzlich bieten viele Modelle diverse Schutzsysteme, wie z.B. eine Bedeckung der Schnürung oder integrierte Gamaschen.

Passform: 

Wie breit oder wie eng die Passform sein sollte, hängt in erster Linie von deiner Fußform ab, aber auch von dem Terrain bzw. der Distanz. Der Schuh muss den Fuß umhüllend, darf weder zu locker noch zu eng sein.

Außerdem geht es beim Trailrunning auch viel bergab, deswegen achte darauf, dass deine Zehen genug Platz haben und nicht vorne anstoßen. 

Wenn du Ultra-Distanzen läufst, dann sollte dein Schuh auf jeden Fall breiter sein bzw. nicht zu knapp ausfallen, weil dein Fuß sich weitet, je länger du unterwegs bist.

Wenn du gerne kurze Läufe in technischem Gelände bevorzugst, dann ist eine schmälere Form vom Vorteil, dadurch schwimmst du weniger im Schuh und kannst agiler und direkter agieren.

Material: wasserdicht – ja oder nein? 

Mit einem wasserfesten Schuh bleiben die Füße auch im Regen oder auf nassen Pfaden trocken. Für all diejenige, die z.B. im Winter laufen ist ein wasserdichter Schuh definitiv vom Vorteil, weil solcher Schuh deutlich wärmer ist.

Durch die wasserdichte Membrane steigt meist das Gewicht und der Schuh wirkt oft starrer und härter. Im Endeffekt muss jeder für sich eine individuelle Entscheidung Pro oder Kontra Wasserschutz und Leichtigkeit treffen. Die gute Nachricht ist, dass es heutzutage innovative Lösungen gibt, bei denen die Membrane sehr dünn und leicht ist.

Viele verschiede Schuhmodelle für unterschiedliche Aktivitäten (Trailrunning, Bergsteigen, Wandern, Zustieg, Klettern) findest bei unserem Partner SCRAPA. Probiere die Schuhe einfach mal aus. Wir tragen die Schuhe super gerne und können dir diese sehr empfehlen. Die SCARPA-Schuhe kannst du auch bei den MOUNTAINMAN-Events testen und dich von Experten und Athleten beraten lassen. Schau auf der Expo beim MOUNTAINMAN Nesselwang mal am SCARPA-Stand vorbei.

Das könnte dir auch gefallen

Rund um MOUNTAINMAN
Arbeiten, wo andere Urlaub machen
Verpflegung an Almen und vieles mehr